Kann man Selbstliebe lernen? Wie Dich Dankbarkeit Deiner Selbstliebe näher bringt.

Kennst Du das, wenn Du mit Dir und Deinem Leben unzufrieden bist? Hast Du schon mal erlebt, dass Du Dein Leben nicht genießt, obwohl es eigentlich eh okay ist? Und denkst Du darüber nach, wie es wäre, wenn Du Dich und Dein Leben einfach mal so annehmen könntest, wie es ist?

Ich selbst hatte auch eine Zeit, da war ich mit mir und meinem Leben total unzufrieden & unglücklich. Ich war einfach nur noch genervt und auf mich selbst sauer (weil ich „das Alles“ irgendwie nicht auf die Reihe gekriegt habe) und ich hatte komplett den Kontakt zu mir und meinen Bedürfnissen verloren. Erst als ich begann, mich intensiv mit mir selbst zu beschäftigen und erkannte, dass doch nicht alles „böse“ ist, ging es wieder bergauf.

In diesem Artikel geht es daher um erste Schritte Richtung Selbstliebe und vor allem, wie Dankbarkeit Dich auf diesem Wege unterstützt – für mehr Zufriedenheit in Deinem Alltag und mit Dir selbst!

In diesem Artikel findest Du:

Was ist Selbstliebe eigentlich?

Wikipedia definiert Selbstliebe als „… die allumfassende Annahme seiner selbst in Form einer uneingeschränkten Liebe zu sich selbst …“.
Wichtig bei dieser Definition ist für mich persönlich der Begriff „Annahme“. Das anzunehmen und zu akzeptieren, was ist, ist nämlich ein wunderbarer erster Schritt zur eigentlichen Liebe. Und weil das mit der „uneingeschränkten“ Annahme nicht immer so einfach ist, lege ich gerne noch einen weiteren Zwischenschritt ein und zwar die Dankbarkeit, zu der ich in diesem Artikel auch gerne einige Gedanken teilen möchte.

Welche Auswirkungen hat keine Dankbarkeit?

Die Frage „Wofür bin ich dankbar?“ ist theoretisch relativ einfach zu beantworten und trotzdem denken wir viel zu selten daran, auch tatsächlich dankbar zu sein. Wir sind lieber grantig und jammern – über all das Negative in der Welt, in unserem Leben, bei uns selbst – anstatt das zu sehen und auch anzunehmen, was tatsächlich schon gut läuft.

Ich habe erst letztens in einem Forum gelesen: „Eigentlich habe ich alles, was ich immer wollte und trotzdem bin ich unzufrieden. Dabei will ich eigentlich nur glücklich und zufrieden sein.“
Auf das Wörtchen „eigentlich“ möchte ich hier gar nicht weiter eingehen (das wäre nochmals ein Thema für sich) – die Frage, die sich mir beim Lesen dieser Aussage gestellt hat war, was genau hält denn davon ab, mit dem zufrieden zu sein, was schon da ist? Was macht das denn mit uns, wenn wir nur das sehen, was nicht wie gewünscht läuft?

Sehr häufig verwenden wir das Wort „aber“ und vielleicht kennst Du ja sogar die Aussage: „Alles vor einem „aber“ ist gelogen.“ . Gelogen würde ich jetzt vielleicht nicht sagen, tatsächlich löscht das Wörtchen „aber“ einiges bzw. schwächt das ab, was davor gesagt wurde.
„Der Herbst ist echt eine echt tolle Jahreszeit, aber es ist halt schon finster und kalt.“ Was hast Du Dir von dieser Aussage gemerkt? Vermutlich „finster und kalt“. Das mit der „tollen Jahreszeit“ wurde geschwächt, wenn nicht sogar gelöscht.

Wir sind oft darauf fokussiert, was schlecht läuft, was nicht gut gelungen ist, was anders besser wäre … – anstatt den Fokus darauf zu richten, was gut läuft. Das ist im Alltag ebenso wie im Leben – und auch bei uns selbst wissen wir ganz genau, was wir an uns selbst nicht mögen und wo unsere „Fehler“ liegen.
Und – Hand auf´s Herz – tut uns ein solches Denken gut, fühlen wir uns wohl dabei?

Die Macht der Dankbarkeit.

Dankbarkeit ist positive Energie und genau deswegen ist sie so wichtig und trotzdem schaffen wir uns regelmäßig negative Energie.
Oft wird abends der Tag reflektiert und bei dieser Rückschau steht im Zentrum, was nicht geschafft wurde, wie furchtbar dieses & jenes war, dass man wieder mal keine Zeit für sich selbst hatte, dass der morgige Tag ja wieder so stressig werden wird und die Medien ergänzen unseren negativen Cocktail noch mit Horrormeldungen aus aller Welt.
Morgens stehen wir dann mit dieser negativen Energie auf, finden dann vielleicht noch ein graues Haar und der Tag ist gelaufen, bevor er so richtig begonnen hat. Kennst Du das?

Es macht also durchaus Sinn, sich abends bewusst positiv vom Tag zu verabschieden – zum Beispiel dadurch, dass man dankbar ist für die Dinge die untertags gut gelaufen sind. Einige führen ein Dankbarkeits-Tagebuch, andere ein Erfolgsjournal und wieder andere beschäftigen sich mit den Bohnen in ihrem Hosensack (Das mit den Bohnen ist eine „Dankbarkeits-Methode“: man steckt morgens einige Bohnen oder Steine in den linken Hosensack und für jeden schönen Moment untertags, für den man dankbar ist, wandert eine Bohne in den rechten Hosensack. Abends sind im Idealfall alle Bohnen auf der anderen Seite und man kann nochmals die einzelnen Momente dankbar durchleben.).

Dankbarkeit als Weg zur Selbstliebe.

Dankbarkeit gilt im selben Maße nun auch für das Thema Selbstliebe.
Wie gesagt – wir sehen oft die Dinge, die wir als schlecht bewerten: zum Beispiel Krähenfüße oder die Augenringe. Dass die Augen selbst wunderschön, leuchtend, farbig, groß … sind, sehen wir dann nicht mehr. Wir beklagen, dass unser Körper nicht mehr die Form hat, die er früher hatte und verdrängen dabei die wunderbaren Kinder, die wir zur Welt gebracht haben.

Ja, Selbstliebe ist ein großes Wort und noch „schlimmer“ klingt es, wenn jemand von „bedingungsloser Selbstliebe“ spricht, denn das erscheint unerreichbar, zu groß – und wird daher oft unbewusst boykottiert.
Die Lösung ist ein Zwischenschritt und der heißt Akzeptanz. Akzeptanz von dem, was da ist und im ersten Schritt von dem, was wir als „gut“ betrachten. Konzentriere Dich also auch bei Dir selbst erst mal auf die Dinge, die Du magst. Und ja, das fällt schwer, denn vielleicht fühlt sich das egoistisch an und vielleicht findest Du nicht gleich etwas, das Du magst.

Tappe allerdings nicht in die Falle und rede Dir jetzt alles schön, das wäre gewissermaßen Betrug und hat mit Dankbarkeit und Annahme nichts zu tun. Und es geht im ersten Schritt auch gar nicht darum etwas zu verändern, sondern erst einfach nur darum, etwas wahrzunehmen:
Stelle Dich mal vor den Spiegel und überlege Dir ganz bewusst, was Du gut an Dir findest, verändere den Fokus. Wenn Du Dein Lächeln toll findest, dann nimm das auch mal so richtig bewusst wahr und geh mit dieser Energie hinaus! Denn wenn Du etwas an Dir magst, dann strahlst Du das auch aus und positive Energie zieht weiteres Positives an!
Sei nicht nur im Alltag, sondern auch bei Dir selbst dankbar, für das, was da ist und was Du gut findest.

Gleiches zieht Gleiches an!

Wenn Du diese Dankbarkeit sowohl für den Alltag, als auch für Dich selbst findest, wirst Du immer mehr davon wahrnehmen und dadurch auch mehr davon in Dein Leben holen!
Wenn Du zum Beispiel erkennst, dass es Dir gut tut, jeden Tag mit jemanden fünf Minuten über irgendwas zu reden, dann achte gezielt darauf, dass Du dieses „mit jemandem quatschen“ regelmäßig und öfter in Deinem Alltag unterbringst. Und wenn Du auch mit Dir selbst achtsamer bist, wirst Du auch immer mehr Dinge entdecken, die Du an Dir magst.

Dieses „mag ich“ kann übrigens etwas Äußerliches genauso sein, wie auch eine Charaktereigenschaft oder etwas, das wir uns selbst gönnen. Oft denken wir nur an unseren Körper beziehungsweise etwas, das was sofort ersichtlich ist, innere Werte beachten wir leider viel zu selten.
Also egal, ob Du Deine Haare, Deine Haut oder dein Frech-Sein, Deine Hilfsbereitschaft, Deine regelmäßige Ich-Zeit … magst – sei Dir dessen bewusst und (Dir selbst) dankbar dafür!

Lass die Frage „Was mag ich an mir?“ einfach zu und lass Dich nicht verunsichern!
Ja, wie oft hör(t)en oder glauben wir, dass wir nicht gut genug sind, dass wir etwas besser machen könnten/sollen/müssen – das ist allerdings etwas, das aus dem Außen kommt und hat oft gar nichts mir uns zu tun. Denn: „Wenn mich jemand nicht mag, dann muss er halt noch ein wenig an sich arbeiten.“ Sei authentisch und dazu gehört, das zu akzeptieren, was zu Dir gehört – das alles macht Dich aus. Und Dankbarkeit für all jenes ist der erste Schritt Richtung Selbstliebe.

Wie Du nun Dankbarkeit und Selbstliebe im Alltag leben kannst.

  • Überlege immer wieder für Dich selbst: „Was mag ich an mir (besonders)?“ und tausche Dich auch mit Freunden und Kollegen aus, was diese an Dir schätzen.
  • Sei dankbar für das, was da ist – im Alltag, in der Welt und bei Dir selbst und schreibe zum Beispiel ein Dankbarkeits-Tagebuch.
  • Was „die Anderen“ an Dir stört ist deren Problem. Mach Dir das immer wieder bewusst: „Was Franz über Susi sagt, sagt mehr über Franz aus, als über Susi.“
  • Sei kleinlich – es sind oft die „kleinen“ und scheinbar unwichtigen Dinge, die das Leben lebenswert und Dich liebenswert machen! Sei achtsam und erkenne, was Dir (oder Deinem Gegenüber) ein Lächeln ins Gesicht zaubert (und hol´ Dir/gib mehr davon!).
  • Dankbarkeit schafft positive Energie und mit einer positiven Ausstrahlung ziehst Du weiteres Positives an! Gleiches zieht Gleiches an und verstärkt Gleiches – das Gesetz der Resonanz (ein kurzes Beispiel dazu findest Du hier).

Also – sei dankbar, fang an Dich zu lieben und schaffe mehr von den Dingen, für die Du dankbar sein kannst und schaffe Dir so die Basis für ein erfülltes & glückliches Leben!

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