Ziele leichter erreichen durch Visualisierung

 

Ich möchte Dir in diesem Artikel eine Methode vorstellen, wie Du ein Ziel für Dich attraktiver machen kannst. Denn oft ist es so, dass die anfängliche Euphorie für ein/e Projekt/Ziel/Aufgabe nach einiger Zeit nachlässt und neben der „Aufschieberitis“ macht sich auch Unzufriedenheit breit.
Wie Du dem mit Visualisierung entgegenwirken kannst erfährst im Folgenden …

Nach der anfänglichen Euphorie kommt die Unzufriedenheit …

Oft ist es ja so – wir haben ein Projekt/Ziel, eine Aufgabe und sind anfangs voller Euphorie und irgendwann auf dem Weg verlässt uns die Motivation und irgendwie erscheint uns das Ziel dann plötzlich doch nicht mehr so attraktiv und wir schieben auf und kommen einfach nicht wirklich weiter mit der ganzen Sache.

Es gibt ganz viele Gründe, warum man eine Sache aufschiebt – diese aufzuzählen würde den Rahmen dieses Artikel sprengen – das, was ich Dir heute erzählen möchte ist eine Möglichkeit mit der Du ein Ziel für Dich wirklich attraktiv machen kannst.

„Wenn Du Dir das Ergebnis nicht vorstellen kannst, dann wirst Du es auch nicht erreichen.“

Was ist damit gemeint? Ich rede von Visualisierung.
Stelle Dir vor, wie es ist, wenn Du Dein Ziel tatsächlich erreichst – wie fühlst Du Dich? Wie schaut das aus? Welche Veränderungen gibt es? Bei Dir selbst, in Deinem Verhalten, in Deinem Leben? Hat Dein Umfeld andere Reaktionen oder ändert sich dein Leben an sich? Wenn mit Deinem Ziel andere Leute in Verbindung stehen – wie fühlen sich die dann oder wie reagieren die dann etc.?
Das heißt – nimmt Dir ein Zielbild her und überlege, wie genau wird das sein in dem Moment? Lass einfach mal alle Zweifel zur Seite und mach Dir ein Bild von dem Ganzen, sodass Du es vor Deinem geistigen Auge so richtig hören, sehen, fühlen, schmecken und riechen kannst!
Ja! Genieße dieses Ergebnis wirklich mit allen Sinnen und tauche so richtig darin ein!
Bei einer Visualisierung hast Du noch einen weiteren Vorteil. Denn wenn Dir diese Vorstellung so gar nicht gelingen will, dann kannst Du erkennen, dass möglicherweise noch ein größeres Hindernis da ist und du kannst Dich auf die Suche begeben.

Ich möchte Dir zum Thema Visualisierung auch noch ein Beispiel geben:
Nehmen wir an, Du hast zwei Projekte, beide hast Du ganz neu gestartet. Das eine Projekt hast Du aber noch nie in dieser Art und Weise durchgeführt, das heißt Du befindest Dich komplett auf Neuland und bewegst Dich definitiv aus Deiner Komfortzone heraus.
Das andere Projekt hast Du in ähnlicher Form schon einige Male in der Vergangenheit gemacht, da waren nur ein paar Komponenten anders. Das heißt, da weißt Du ganz genau: „Okay, zu 50 Prozent funktioniert es und zu 50 Prozent nicht.“
Und wenn es funktioniert – dann weißt Du ganz genau wie sich das anfühlt! Da weißt Du, wie es Dir geht, wie Du Dich fühlst, wie sich Dein Leben verändert und so weiter und so fort …

Hier hast Du eine ganz klare Visualisierung und die hast Du, weil Du das schon mal erlebt hast!

Hättest Du diese beiden Projekte parallel laufen und müsstest Dich entscheiden, welches Projekt Du vorantreiben würdest – Du würdest Dich vermutlich eher für das entscheiden, wo Du schon weißt, wies das Endergebnis aussehen kann.
Blöde wäre die Sache dann, wenn das Projekt 1 zum Beispiel ein ganz wichtiges ist, wo ein nicht-hinkriegen zum Beispiel eine finanzielle Krise auslösen könnte und das andere Projekt ist eher so ein „nice to have und wenn es schiefgeht ist es auch wurscht“. Hier wäre es natürlich sinnvoll, das wichtige Pojekt zu favorisieren und sich somit dafür ein motivierendes Zielbild zu schaffen.
Der Vorteil, wenn Du zwei solche parallelen Projekte hast liegt auf der Hand: in dem Fall kannst Du das Zielbild von dem, was Du schon kennst auf das andere zu übertragen.

Zielbild übertragen – und wie?

Wenn Du Dir jetzt dieses wichtige Projekt als ein Bild vorstellst, dann ist das vielleicht am Anfang ein grau in grau, verschwommenen, eher düster und erdrückend (weil da einfach noch gewisse Unsicherheiten und Ängste dahinter stecken vor dem Unbekannten). Und wenn Du Dir das andere Bild vorstellst, dann ist das „Friede-Freude-Eierkuchen“, hell und fröhlich und Sonnenschein!
Versuche nun, diese Energie von diesem „Sonnenscheinbild“ auf das andere Bild zu übertragen: vielleicht kriegst du dieses andere Bild auch in Farbe und bekommst es leuchtender und schärfer oder auch Emotion hinein.
Du kannst wirklich versuchen, diese Bilder zu „wechseln“: stell Dir einfach vor, Du hast das schöne Bild am Scheibenwischer und der wischt über das andere Bild drüber und Du siehst dann nur noch dieses schöne Bild. Wiederhole das ein paar Mal und zumindest wird Dir danach die Visualisierung für das erste Projekt leichter gelingen, weil Du bereits einen Anhaltspunkt hast.

Noch ein weiterer Tipp:

Du kannst Dir Dein Zielbild auch als VisionBoard wirklich vor Augen führen, nicht nur vorm geistigen Auge, sondern auch die echten, indem Du ein Plakat bastelst.
Da schreibst Du Sachen drauf die zum Ziel passen, klebst entsprechende Bilder aus irgendwelchen Katalogen, Zeitschriften und Magazinen auf und montierst das Board an die Wand, wo Du es mehrmals täglich siehst.
Je öfter Du dieses Bild siehst (egal ob vor dem geistigen Auge oder real auf Deinem VisionBoard), umso vertrauter wird die ganze Geschichte für Dein Unbewusstes und wir hatten ja im Beispiel erkannt, wenn Du etwas schon mal gemacht hast, dann ist es Dir gleich viel vertrauter und Du fühlst Dich damit viel sicherer.
Deswegen ist ein VisonBoard beziehungsweise eine Visualisierung an sich eine wirklich tolle Sache, wenn es um das einfache Erreichen von Zielen geht.

Welche Erfahrungen hast Du mit Visualisierungen? Hast Du schon mal ein VisionBoard gemacht – wie ging es Dir damit?

Deine Rosa

PS: In meinem Workshop „kreative Wege aus der Unzufriedenheit“ geht es unter anderem auch um VisionBoards – die aktuellen Workshop-Termine findest Du in dieser Übersicht!

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2 Gedanken zu “Ziele leichter erreichen durch Visualisierung”

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