*** Schlaue Ratschläge … ***

 

Wenn ich den Ausspruch „Ich bin mit der Gesamtsituation unzufrieden“ höre, hab ich immer die Marterpfahl-Szene vom Film „Der Schuh des Manitu“ vor Augen.
Üblicherweise sind wir zwar nicht am Marterpfahl gefesselt, die unzufriedene Gesamtsituation ist uns allerdings sehr wohl geläufig und manchmal fühlt sich´s durchaus auch nach „gefangen sein“ an.

Einer von den Tagen, an denen es vom Aufstehen weg schlecht läuft, weil der Wecker zu früh läutet, weil wir wissen, dass der Weg zur Arbeit nervt, die Kollegin sicher wieder mies gelaunt ist, der Chef uns noch immer nicht mag, das Essen in der Kantine einfach nur grausig schmeckt, vermutlich wieder Überstunden auf uns warten, die Sportstunde sich wieder nicht ausgehen wird und wir dann letztendlich die Couch und den Fernseher dem Abend mit Freunden vorziehen werden, weil wir einfach nur noch erledigt sind und nichts und niemanden mehr hören oder sehen wollen.
Und spätabends geht es dann ins Bett – mit viereckigen Augen vom TV und klammen Fingern vom Handy-scrollen – mit dem miesen Gefühl, nichts weitergebracht bzw. nichts (Sinnvolles) getan und vor allem nichts Positives erlebt zu haben.
Das Gefühl des „nur noch Funktionierens“ gewinnt Oberhand, die Lebensfreude schwindet mehr und mehr und nicht selten bietet dann auch irgendwann das Wochenende keine/n Erholung oder Ruhepol mehr – dann ist endgültig ALLES „pfui“.

Konntest Du Dich hier – zumindest teilweise – erkennen?
Beziehungsweise kennst Du das Gefühl, wenn das Leben nicht rund läuft bzw. man sich selbst unrund & unwohl fühlt? Wenn man unzufrieden ist – mit einzelnen Dingen, sich selbst oder eben gar mit der Gesamtsituation?
Und dann gibt s oft auch keine wirkliche Idee, wo man am besten anfangen könnte, etwas zu verändern. Dann ist man wegen dieser Erkenntnis auch gleich mal wieder sauer (auf sich selbst) und so beißt sich die Katze immer wieder irgendwie in den Schwanz und es gibt kein Vorankommen, sondern wir geraten immer tiefer in das Loch der Unzufriedenheit.
Ich werde Dir in diesem und folgenden Blogartikeln einige Gedanken & Inputs zum Thema Unzufriedenheit zukommen lassen.
Heute möchte ich mich dabei der Rubrik „gute bzw. gut gemeinte Ratschläge“ widmen.

Erstmal zur Definition von Ratschlag:
gemäß Wikipedia ist ein Ratschlag eine meistens unverbindliche, in der Regel verbale Unterstützung und ist üblicherweise keine direkte Lösung eines Problems, sondern zeigt den ersten Schritt in Richtung eines gewünschten Ergebnisses auf. Dazu gibt der Ratschlag Hinweise auf mögliche Lösungen …

Gut gemeint sind Ratschläge meistens, doch ob ein Rat letztendlich auch wirklich gut ist, kommt dann natürlich darauf an – darauf, ob der Tipp tatsächlich zur Situation passt, ob er umsetzbar ist, ob er Früchte trägt etc.
Gut gemeint – allerdings nicht hilfreich – empfinden wir in der beispielhaften unzufriedenen Gesamtsituation zB. Ratschläge wie „Ist doch eh nicht so schlimm!“ „Denk positiv!“ „Nach jedem Regen folgt Sonnenschein!“ „Morgen sieht die Welt wieder anders aus!“ usw.

Wenn es uns wirklich dreckig geht, ist ein solcher Ratschlag eher ein Schlag als ein Rat. Man hat den Spruch einfach schon zu oft gehört oder alles in einem schaltet auf Widerstand – weil natürlich ist die Situation schlimm! Wie soll das Gegenüber denn überhaupt beurteilen können, wie es in einem drin aussieht? Und positiv denken – nur weil ich an Friede, Freude & Eierkuchen denke, ist alles wieder gut?
In Akutsituationen helfen solche „schlauen Sprüche“ meist nicht wirklich, tatsächlich ist in ihnen aber ein wahrer Kern – und auf diese wahren Kerne möchte ich nun eingehen:

Ist doch eh nicht so schlimm!
Wie bereits oben erwähnt, kann niemand außer Dir selbst beurteilen, wie es dir geht bzw. wie schlimm etwas ist – denn kein/e andere/r ist je in Deinen Schuhen gegangen – hier geht es aber eher um die Beurteilung der gesamten Situation.
Oft ist es nämlich so, dass Du zwar einfach ALLES besch.eiden (emp)findest, tatsächlich gibt es aber nach wie vor Bereiche/Dinge/Personen/…, die sehr wohl passen. Aber das siehst Du in dem Moment halt einfach nicht.
Also: sei mal ganz ehrlich zu Dir selbst und überlege, ob wirklich ALLES furchtbar ist oder ob es in Deinem Leben doch noch was Positives gibt – auch wenn es nur eine „Kleinigkeit“ ist. Sei dankbar dafür und freue Dich darüber, denn das wird Deine Wahrnehmung auf die gesamte Situation positiv verändern.

Denk positiv!
Dieser Ratschlag meint nicht, dass Du es jetzt plötzlich die vielen Überstunden super finden sollst oder das ständige Geschimpfe des Kollegen oder den Stau am Weg ins Büro oder was auch immer.
Hier geht es auch in die bereits bei Ist doch eh nicht so schlimm!“ erwähnte Richtung. Versuche einmal, in diesen Situationen das Positive zu erkennen – das ist zwar meist keine langfristige Lösung, aber um mal ein wenig runter zu kommen und ein kleinwenig entspannter zu werden hilft das schon mal.
Also: Kriegst Du die Überstunden ab, weil Du dafür einfach am kompetentesten bist? Übernimmt der schimpfende Kollege gerne den ungeliebten Abenddienst oder springt gerne spontan ein? Kannst Du den Stau zum Hören von Podcasts, Hörbüchern o.ä. nutzen?

Morgen sieht die Welt wieder anders aus!
Ja genau, eh – weil sich die Probleme ja über Nacht einfach verdrücken *hmpf …
Nein, das tun sie natürlich (leider) nicht. Trotzdem haben Probleme & Unzufriedenheit einen bestimmten Grund. Und zwar nicht den, Dich zu ärgern oder Dich in den Wahnsinn zu treiben (auch wenn es oft so erscheint …), sondern es will Dir etwas mitteilen – nämlich, dass etwas nicht stimmt. Unzufrieden ist man nämlich nur dann, wenn es einen Konflikt gibt und diesem Konflikt solltest Du somit unbedingt auf den Grund gehen.
Also: Was läuft in Deinem Leben nicht so, wie Du es gerne hättest (denk dabei an den ersten Spruch – es ist nicht „alles“!)? Was konkret sollte anders sein? Und wie genau sollte es sein?
Erträume Dir eine Welt, die toll aussieht, sich großartig anfühlt, in der Du glücklich wärst und dann mach Dich Schritt für Schritt daran, genau das in kleinen Schritten umzusetzen.

Wenn Du nun bei der Umsetzung Deiner Traumwelt-Realisation Unterstützung brauchst oder Du Dich nach wie vor nicht raussiehst mit Deiner Gesamtsituation oder nicht weißt, womit Du am besten anfängst, dann mach den ersten Schritt hier und buche Dein kostenloses Erstgespräch, in dem wir Klarheit in Dein Thema bringen!

In diesem Sinne – L(i)ebe Dein Leben!
Deine Rosa

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Photo: Isaiah Rustad on Unsplash

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Ein Gedanke zu “Schlaue Ratschläge, die auch nicht zufriedener machen … oder doch?”

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