In letzter Zeit kam mir das Thema Komfortzone immer wieder mal unter – ein perfekter Anlass um sich dieser Thematik zu widmen …

Was ist denn nun eigentlich diese berühmt-berüchtigte Komfortzone?

Wie das Wort an sich schon sagt: Es bezeichnet eine Zone, in der wir uns komfortabel fühlen – also all das, wo wir uns wohlfühlen, wo wir uns sicher fühlen, wo man weiß wie alles funktioniert und rennt, wo wir soweit alles unter Kontrolle haben.
Die Komfortzone verlässt man somit oft nur, wenn es unbedingt notwendig ist – aber ist nun gut oder schlecht? Es gibt den Spruch

Das Leben findet außerhalb der Komfortzone statt.

Darüber kann man diskutieren, vor allem kommt es natürlich auch darauf, an wie man „Leben“ an sich definiert …
Wenn man immer nur in der Komfortzone drinnen bleibt, ist wenig bis keine Entwicklung möglich – Veränderung passiert nämlich immer nur dann, wenn wir eben etwas ander(e)s tun.

Wenn Du immer nur tust, was Du immer schon getan hast, wirst Du auch nur das bekommen, was du immer schon bekommen hast!

Veränderung ist also notwendig und dass uns das nicht immer gefällt liegt daran, dass alles Neue fürs Erste erst einmal Gefahr bedeutet.
Stell Dir vor, Du sitzt in der Höhle und draußen rennt ein Säbelzahntiger rum und Du denkst Dir: „Was ist das, wie nett?!“ und rennst einfach mal hin. Das könnte vielleicht nicht so günstig ausgehen, also einfach mal unüberlegt die Komfortzone/die Höhle zu verlassen, kann unter Umständen schief gehen.

Also ist das Bleiben in der Komfortzone doch etwas Gutes?!
Nunja – hätte nie jemand die Komfortzone verlassen, dann würden wir immer noch in Höhlen sitzen …
Aber zurück zur Gefahr.
Das, was uns abhält die Komfortzone zu verlassen, sind Ängste (Grundängste aus dem „Jahre Schnee“, die fest in uns verankert sind) und diese kann man grob in drei Bereiche einteilen.

Die Ängste am Rande der Komfortzone

  • Die Angst, einen Fehler zu machen

Zum Säbelzahntiger hinrennen könnte sogar ein tödlicher Fehler sein.
Generell gesagt: es kann irgendwas furchtbar schief gehen und alles über den Haufen werfen und danach ist nichts mehr so, wie es vorher war. Jegliche Routine, Gewohnheit, … all das ist plötzlich dahin. Ja klar ist das ein worst case – Szenario, aber in uns drinnen ist das ein durchaus möglicher Ausgang.

  • Die Angst vor Überforderung

Schaffe ich diese Herausforderung? Mental? Körperlich? Habe ich alle notwendigen Ressourcen? Weiß ich genug darüber? Werde ich Unterstützung erhalten? …

  • Die „soziale Komponente“

Was werden „die Anderen“ sagen? Im Vorhinein zum Beispiel dieses „Glaubst Du wirklich, dass Du das hinkriegst?“ „Schnapsidee!“ usw. Und Gnade Gott, Du kriegst es dann vielleicht wirklich nicht hin!
Es geht hier schlicht und ergreifend um die Angst vor Zurückweisung und ich denke, jede/r von uns hat eine genaue Vorstellung davon.

Zwei simple Fragen

Wenn es darum geht, die Komfortzone zu verlassen, gibt es im Prinzip zwei Fragen, die Du Dir stellen solltest:
Warum will ich das? Und: Warum will ich das nicht?
Was gewinnst Du, wenn Du den Schritt wagst? Was ist dann möglich, wie gut wirst Du Dich fühlen?
Was genau hält Dich eigentlich davon ab, diesen Schritt zu wagen? Welche Angst steckt dahinter?

Schaue Dir Deine Angst genau an, dividiere sie auseinander – also sieh das Verlassen der Komfortzone nicht als einen einzigen riesigen Schritt, sondern sieh die einzelnen Schritte auf dem Weg und überprüfe jeden einzelnen. Welcher Schritt macht Angst und welche Angst ist es?

Komfortzone – Lernzone – Panikzone

Es gibt nicht nur die Komfortzone. Rundherum gibt es noch weitere Zonen – zuerst kommt die sogenannte Lernzone und ganz außen findet sich die Panikzone.
Letztendlich geht es beim Verlassen der Komfortzone darum, nicht sofort in die Panikzone reinzuspringen, sondern sich nach und nach durch die Lernzone zu gehen.

Zum Nachdenken

Welchen Gewinn hast Du, wenn Du bleibst, wo Du bist? Und was verlierst Du unter Umständen?
Veränderung & Lernen passiert außerhalb der Komfortzone!
Was alles liegt außerhalb Deiner Komfortzone?

Wie könntest Du Deine Komfortzone in kleinen und sicheren Schritten erst mal nur ein klein wenig verlassen?

Deine Rosa

PS: Der Artikel entstand übrigens aus einem „Life-Talk“ heraus. In meiner Facebook-Gruppe kannst Du Dir das entsprechende Video ansehen. In der Community dreht sich alles um ein erfülltes & ausgeglichenes Leben bzw. die Wege dahin – wenn Du also diesbezüglich Austausch suchst, dann freue ich mich, Dich als neues Mitglied begrüßen zu dürfen!

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