Leichter mit Angst umgehen!

Eine Sache vorweg – in diesem Artikel geht es nicht um Angststörungen, Phobien oder ähnliches.
Es geht um Zweifel, Unsicherheiten, Bedenken und ähnliches, die wir umgangssprachlich oft als Angst bezeichnen. Und um diesen „Ängsten“ den Schrecken zu nehmen, möchte ich Dir ein paar Fragen an die Hand geben, mit denen Du Deine Angst auf ihre Gefährlichkeit „überprüfen“ kannst.

Vielleicht hast Du ja schon mal von der Maslowschen Bedürfnispyramide gehört. Jeder Mensch hat gewisse Bedürfnisse und diese werden in jener Pyramide hierarchisch abgebildet: je nachdem wie wichtig beziehungsweise notwendig diese Bedürfnisse sind, bilden sie die Basis der Pyramide oder kommen erst weiter oben Richtung Spitze vor.

In erster Linie geht es darum, dass das Überleben gesichert ist – in Form von Nahrung, Wärme, Schlaf bzw. Schutz vor wilden Tieren oder ähnlichem – das sind die „musts“.
Zu den „nice-to-have“-Dingen gehört dann zum Beispiel: ich möchte mich verwirklichen, ich möchte meine Fähigkeiten in einer Gemeinschaft einbringen etc.

Ein paar Fragen zu Deiner Angst.

Du fragst Dich, was Maslow mit Angst zu tun hat?
Ich wollte Dir ja Fragen an die Hand geben, um besser mit Deiner Angst umgehen zu können. Immer dann, wenn Angst hochkommt, kannst Du Dich fragen:

  • Sind meine Grundbedürfnisse in dieser Situation auf irgendeine Art und Weise gefährdet?
  • Ist das, was ich da ist gerade mache oder machen will lebensgefährlich?
  • Wird mich „das“ umbringen?
  • Werde ich verhungern, erfrieren etc.?

Du wirst dabei sicherlich feststellen: bei unseren „alltäglichen“ kleineren Ängsten sind die Grundbedürfnisse im Normalfall nicht gefährdet, auch wenn es sich momentan vielleicht so anfühlt! (Natürlich kommt es immer darauf an, in welchen Gebieten oder Situationen Du gerade bist – Deine Meinung zu äußern mag in gewissen Breitengraden lebensgefährlich sein, in unseren Breitengraden üblicherweise nicht.)

Wovor schützt Dich Deine Angst?

Diese „Lebensgefahr-Frage“ bringt Dich näher an Deine Angst heran und eventuell zur Erkenntnis, dass eine Rede zu halten Dich nicht umbringen wird. Und bei genauerer Betrachtung erkennst Du dann vielleicht sogar, was sich dahinter verbirgt – Angst vor Ablehnung oder Einsamkeit.

Deine Angst hat also durchaus eine Aufgabe – Dich zu beschützen, auch wenn die „Auswirkung“ zugegebenermaßen oft etwas „strange“ ist.
Verfluche Deine Angst also nicht, sondern nimm sie im ersten Schritt als einen Teil von Dir an. (Und melde Dich gerne bei mir, wenn Du das Thema Furcht unter Kontrolle bringen möchtest).

Erkenntnis ist bekanntlich der erste Weg zur Besserung.

Mit den Grundbedürfnissen im Hinterkopf ist es leichter zu erkennen, ob eine Angst gerechtfertigt ist beziehungsweise, was das eigentlich „Gefährliche“ dahinter ist.
Ich habe außerdem die Erfahrung gemacht, dass diese Überlegungen oft auch sehr viel Druck aus einer Situation rausnehmen und dass man sich dadurch leichter damit auseinandersetzen kann.

Im Zweifelsfall entscheide ich mich übrigens trotzdem für die Angst und die damit verbundene Vorsicht und/oder Vermeidung – denn zum Beispiel eine Schlange bei einer Fernreise rechtfertigt Angst nämlich absolut (außer Du bist Schlangenexperte …).

Welche Strategie hast Du, mit auftretenden Ängsten umzugehen?


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