*** Das unausgesprochene „Ich liebe Dich!“ ***

 

Der heutige Blogartikel wird ein wenig privat.
Persönlich.
Intim.
Ich plaudere nämlich aus dem Nähkästchen.
Und zwar aus meinem.
Aus dem Nähkästchen, mit dem ich mich heute beim the work*-Workshop von Byron Katie (mehr dazu findest Du hier bzw. hier auf Facebook) beschäftigt habe.
Bei the work* geht es kurz gesprochen darum, in einer Situation jegliche Bewertungen und Interpretationen gehen zu lassen und letztendlich das zu lieben, was ist.

Romeo & Julia kennst Du sicher. Oder die zwei Königskinder, die nicht zueinander kamen. Beide Geschichten enden tragisch, darum soll es allerdings hier nicht gehen.
Sondern darum – zumindest indirekt, dass etwas zwischen ihnen und ihrem Glück stand. Hindernisse. Und Emotionen, Erwartungen, und und und …

Und vielleicht kennst Du das auch aus Deiner eigenen Geschichte – dass es mal einfach nicht sein sollte. Und da gab es vielleicht auch eine Situation, wo darüber gesprochen, diskutiert, gestritten wurde.
Wie auch immer Du es nennen magst – die Wogen, sprich die Emotionen, gingen vermutlich sehr hoch und Du kannst Dich ziemlich sicher auch noch gut an jene Situation erinnern.

Vor allem daran, wie Du Dich gefühlt hast und was Du Dir über Dein Gegenüber in dieser Situation gedacht hast.
Du warst wütend, weil er/sie Dich belogen hat. Du warst traurig, weil es keine Liebeserklärung gab. Du warst verletzt, weil … Du warst enttäuscht, weil …
Kurz gesagt: Du hattest eine gewisse Vorstellung davon, wie dieses zwischenmenschliche Miteinander (um nicht gleich von vorneweg von einer klassischen Beziehung zu sprechen) laufen sollte und nun hat sich diese Erwartung aber nicht erfüllt.

Oh, stimmt. Ich wollte ja über mein Nähkästchen plaudern – also ja, solch eine Situation gab´s auch bei mir. Viel näher möchte ich gar nicht darauf eingehen, denn Du weißt ja, wie sowas aussieht …
Und nun zu dem, was the work* aus dieser Situation gemacht hat in kurzen Worten:
Wenn ich nun all meine (tlw. unausgesprochenen) Erwartungen & Gefühle, Interpretationen seiner Aussagen und die ganze Hirnwixerei (sorry) aus der Situation rausnehme – dann bleiben einfach nur zwei Menschen übrig. Zwei Menschen, von denen einer offen über seinen Gefühlszustand spricht, um sich zu erklären. Und eine zweite Person, die zuhört.

Da ist tatsächlich kein Mensch, der den anderen verletzen möchte – nein, im Gegenteil, denn wäre das so, gäbe es gar kein Gespräch.
Da ist auch kein Mensch, der sich in Ausreden flüchtet – nein, denn jeder handelt immer nach bestem Wissen & Gewissen.
Und ja – klar kann es sein, dass Du es anders machen würdest. Aber Du tickst schließlich auch ganz anders, hast andere Erfahrungen gemacht etc. Schließe also nicht von Dir auf andere – Du bist nie in deren Schuhen gegangen …
Und abgesehen davon – möchtest Du wirklich jemanden an Deiner Seite haben, der selbst keine Entscheidungen trifft, von Dir und Deiner Meinung abhängig ist und sich Deinetwegen verbiegt?

Also.
Hinterfrage, gehe in Dich, spüre nach:
Was liegt hinter Deinem Ärger, Deiner Traurigkeit, Deiner Hilflosigkeit. Was glaubst Du, vom anderen zu brauchen? Was erwartest Du, dass Du von Deinem Gegenüber bekommst? (Zum Thema „brauchen“ kannst Du übrigens auch gerne meine Blogartikel „brauchen vs wollen“ lesen …)
Und sei ehrlich – oft ist doch das, was wir von anderen erwarten etwas, das wir uns entweder selbst geben sollten/können oder auch etwas, das wir in Wahrheit dem Gegenüber geben oder sagen können bzw. wollen.

Wie zum Beispiel ein „Ich liebe Dich“.

Deine Rosa

*) Wenn Du mehr über the work erfahren möchtest, dann findest Du hier alle Infos dazu.

PS: Wenn Du in einem 1:1-Training mit mir u.a. mit „the work“ an Deinem Thema arbeiten möchtest, dann hol Dir hier Deinen Termin für das kostenlose Erstgespräch.

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