Wie gestalte ich mir ein glückliches & Wert-volles Leben?

Hast Du Dir schon einmal Gedanken darüber gemacht, was glückliche Menschen anders machen als andere? Oder Dir überlegt, ob es so etwas wie eine „Geheimzutat“ für ein glückliches Leben gibt? Oder auch, wie es einige Menschen schaffen, motiviert ihre Ziele zu erreichen, während andere längst aufgegeben haben? Warum manche auch in unruhigen Zeiten kaum aus der Bahn geworfen werden? Und was es mit der berühmt-berüchtigten „gemeinsamen Wellenlänge“ auf sich hat?

In meiner Arbeit als Persönlichkeits- und LifeCoach sind solche Überlegungen gang und gäbe. Und deshalb möchte ich mit diesem Artikel einen Einblick gewähren in die Welt der Werte – diese sind nämlich die kurze & knappe Antwort auf alle zuvor gestellten Fragen.  

Öffne der Veränderung deine Arme, aber verliere dabei deine Werte nicht aus den Augen. (Dalai Lama)

In diesem Artikel erfährst Du also, was Werte sind, warum sie wichtig sind und auch, was passiert, wenn man diese nicht kennt und/oder beachtet.

In diesem Artikel findest Du:

Was sind Werte?

Kurz gesagt: Ein Wert gibt Aufschluss darüber, was Dir wichtig ist, Bedeutung hat beziehungsweise was Du als wert-voll oder auch erstrebenswert erachtest.
Beispiele für Werte wären: Freiheit, Harmonie, Sicherheit, Ehrlichkeit, Erfolg, … (hier findest Du noch viele weitere Werte)

Was ein Wert bedeutet beziehungsweise wie er definiert wird, ist übrigens sehr individuell: Erfolg mag für den einen materiellen Besitz bedeuten, für andere ist es eine sportliche Leistung und wieder jemand anderes fühlt sich erfolgreich, wenn der Kuchen endlich mal gelungen ist.
Oder um ein weiteres Beispiel zu nennen: Aufmerksamkeit in einer Beziehung kann für Dich vielleicht bedeuten, ständig zu kuscheln und viel gemeinsame Zeit zu verbringen – von Deinem Partner gibt’s Aufmerksamkeit aber nur in Form von materiellen Geschenken (was wiederum Dir möglicherweise völlig unwichtig ist).

Werte sind also sehr individuell und außerdem auch nicht in Stein gemeißelt – sie können sich verändern und auch in unterschiedlichen Lebensbereichen können Werte variieren.
Möglicherweise bist Du im Job auf Sicherheit bedacht, privat bist Du aber ein absoluter Abenteurer und eher risikofreudig (und wirst in späteren Jahren vielleicht auch dort vorsichtiger werden).

Warum ist es wichtig, die eigenen Werte zu kennen?

Zusammengefasst würde die Antwort lauten: Wenn ein Wert erfüllt ist, dann geht es Dir gut und Du fühlst Dich wohl.
Ich persönlich würde allerdings nicht nur von wohlfühlen sprechen, sondern sogar von glücklich sein – denn wenn ich meine Werte kenne und diese auch lebe, dann bin ich im „Flow“.

  • Wenn ich persönlich zum Beispiel kreativ & abwechslungsreich arbeiten kann, dann fühle ich mich wohl, habe Spaß an meinem Tun, bin produktiv & motiviert.
  • Wenn jemand ähnliche Werte hat wie Du, dann schwimmt ihr auf derselben Wellenlänge und die Kommunikation/die Zusammenarbeit/… wird sehr harmonisch sein.
  • Werte können Dir außerdem bei Entscheidungen helfen: Welche Werte sind Dir bei „Thema X“ wichtig und bei welcher Option werden diese erfüllt?

Werte geben uns also Orientierung, Sicherheit und Motivation und können somit als Wegweiser zu Freude & Harmonie (im Innen wie im Außen) gesehen werden. Wenn wir mit unseren Werten im Einklang stehen, sind wir glücklich & zufrieden.

Ich handle im Einklang mit meinen Werten

Wenn Du Deine Werte kennst, kannst Du somit auch Unzufriedenheit und Konflikte bereits im Vorfeld ausräumen und im Fall des Falles hast Du einen Anhaltspunkt, wo das Problem liegen könnte.

Was passiert bei der Nicht-Erfüllung von Werten?

Wenn Werte nicht erfüllt werden, kommt es (über kurz oder lang) zu einem sogenannten Wertekonflikt. Dieser Konflikt kann sich sowohl im Innen (bis hin zur Depression) und auch im Außen (Streit) zeigen.
Was man unter einem Wertekonflikt versteht, lässt sich am besten anhand eines Beispiels zeigen:

Nehmen wir an, für Dich ist in einer Beziehung Treue das Wichtigste. Dein Partner hingegen steht auf Freiheit & Abenteuer und nimmt´s mit der Treue nicht so ernst.
Dass hier ein Konflikt vorprogrammiert ist, dürfte klar sein, oder?
Zu plakativ?

Okay, dann ein Beispiel aus der Berufswelt: Dir ist Anerkennung im Job wichtig, Dein Chef hat mit Lob & Co aber so gar nichts am Hut …
Wirst Du Dich (auf Dauer) mit diesem Arbeitsplatz wohlfühlen?
Ich persönlich habe das Thema Wertekonflikte im beruflichen Kontext leider mehrmals erlebt und das war übrigens mit ein Grund, warum ich mich für die Selbstständigkeit entschieden habe.

Nicht erfüllten Werten sollte man also unbedingt Beachtung schenken und Lösungen finden. Und wenn es einen Konflikt im Außen betrifft, diesen auch unbedingt ansprechen, denn wie zuvor schon erwähnt ticken wir selbst bei identen Werten nicht auf dieselbe Art und Weise.

Dieser Wert ist mir wichtig, weil …

Hast Du Dir (vor diesem Beitrag) schon einmal Gedanken gemacht, was Dir wichtig ist, was Du als wert-voll erachtest? Wenn ja – lebst Du Deine Werte auch beziehungsweise werden sie erfüllt?

Dazu möchte ich Dir im Folgenden gerne noch ein paar Gedanken zu einigen Werten und auch Tipps zum besseren Umsetzen dieser im Alltag mitgeben.
Du kannst Dir bei den Beispielen Gedanken darüber machen, ob der genannte Wert für Dich persönlich Bedeutung hat, in welchem Lebensbereich und ob/wie Du diesen Wert (er)lebst und/oder wie Du diesen noch besser erfüllen kannst …

Anmerkung: Verschiedene Begriffe können durchaus ähnliche Bedeutungen haben oder eine bestimmte Bezeichnung kann gegensätzliche Assoziationen auslösen. Spüre bei den genannten Werten also nach, was sich stimmig anfühlt und wo Du eher einen anderen Ausdruck verwenden würdest.

Gedanken & Tipps zum Thema Werte im Alltag.

Achtsamkeit / Aufmerksamkeit / Konzentration

Hier ein paar Denkanstöße für Dich, um diesen Wert eventuell noch mehr zu leben:

  • Wann hast Du zuletzt einen alltäglichen Gegenstand voller Aufmerksamkeit & Faszination betrachtet und gefühlt?
  • Erkennst Du unmittelbar, wenn Dir etwas Energie raubt? Oder wenn Du Energie bekommst?
  • Achtest Du auf Deine Worte (vor allem auch im gedanklichen Selbstgespräch)? Sind diese positiv und aufbauend?
  • Liegt Deine Aufmerksamkeit immer voll und ganz bei der Sache, die Du gerade tust? (Oder „kombinierst Du zB. Essen mit Fernsehen, Internet-Surfen & Co?)

Achte darauf, wie Du Dein Umfeld wahrnimmst und auch, wie Du darauf reagierst. Verwende achtsame und wohlwollende Gedanken und Worte – anderen gegenüber und vor allem auch im Gespräch mit Dir selbst. Nimm das was Du gerade tust auch tatsächlich bewusst wahr und sei & bleibe neugierig und betrachte Dinge, als ob Du sie zum ersten Mal sehen würdest …

Begeisterung / Interesse / Engagement / Hingabe

Das Wort „begeistern“ bedeutet ursprünglich: „mit Geist, Inhalt erfüllen; beseelen“. Diese Tatsache habe ich zum Anlass genommen, mir ein paar Zitate herauszusuchen, in denen die Bedeutung des Begriffs so richtig mitschwingt:

Wenn wir wirklich etwas verändern wollen, brauchen wir vor allem Begeisterung. (Dalai Lama)

Wo Begeisterung zum Vorschein kommt, verschwindet die Gleichgültigkeit. (Ernst Ferstl)

Begeisterung ist der nie erlahmende Impuls, der uns beharrlich unser Ziel verfolgen lässt. (Norman Vincent Peale)

Begeisterung ist Spaß, macht Sinn und bringt Motivation!
Was begeistert Dich?

Gelassenheit / Unbekümmertheit / Selbstbeherrschung / Coolness

Hier 3 Tipps, um sich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen und umsichtig(er) zu reagieren:

  • Tief durchatmen! Luft schadet im Normalfall sowieso nicht und sich auf den eigenen Atem zu konzentrieren bringt ggf. auch Abstand zu einer bestimmten Situation und Dich komplett ins Hier & Jetzt.
  • Entscheide Dich bewusst, eine Situation neutral oder sogar positiv zu bewerten. Oft bewerten wir völlig unbewusst & automatisch, doch mit der Zeit wird Dir immer schneller ein „Stop!“ gelingen und Du kannst dadurch das Gedankenkarussell oder aufschäumende Emotionen stoppen.
  • Entspanne Dich und Deinen Geist regelmäßig – zum Beispiel durch Meditation oder Atem- und Entspannungsübungen.

Was bedeutet Gelassenheit für Dich? Wann und wie hast Du zuletzt „cool“ reagiert?

Disziplin / Leistung / Beherrschung

Für manche hat „Disziplin“ einen eher negativen Beigeschmack – wird es doch definiert als: „das Einhalten von bestimmten Vorschriften, vorgeschriebenen Verhaltensregeln o.ä.“ – das klingt teilweise vielleicht nach Zwang & Druck und erzeugt daher sogar eher Unzufriedenheit als dieser entgegenzuwirken.

Wie sieht es allerdings mit Selbstdisziplin aus? Hier geht es um selbstkontrolliertes Verhalten, um etwas zu erreichen und sich dabei nicht ablenken zu lassen. Als Werkzeug auf dem Weg zur Zufriedenheit also bestens geeignet!

  • Frage Dich immer, wofür Du etwas machst, kenne Dein Ziel – das gibt dir Motivation, weil Du „das große Ganze“ hinter einer Sache siehst.
  • Tanze nicht auf mehreren Kirtagen gleichzeitig – kümmere Dich erst um das eine und dann um das andere. Denn solange Du etwas nicht abgeschlossen hast, geistert es in Deinem Hirn rum und die Disziplin für anderes geht flöten.
  • Mache Pausen & belohne Dich!
  • Such Dir Sparrings-Partner: Gemeinsam geht vieles leichter und ein (liebevoller!) Ar…tritt unter Freunden kann durchaus hilfreich sein.
  • Vermeide Ablenkungen. Das kann ein aufgeräumtes Zimmer sein oder das Verbannen des TVs, ein abgedrehtes Handy – je nachdem, wo Du dran bist.
  • Dream & think big, aber fang trotzdem klein an! Step by step verhindert Überforderung und Du bleibst fokussiert.

Wie stehst Du zum Thema Disziplin? Wo bist Du diszipliniert und wo(bei) gelingt es Dir gar nicht?

Ehrlichkeit / Aufrichtigkeit / Fairness / Anstand / Coolness

„Du sollst nicht lügen.“ – steht in den 10 Geboten und in der Kindheit wurde uns das auch immer wieder gesagt. Also dazu brauche ich eigentlich gar nichts kundtun. Uneigentlich tu ich´s aber trotzdem …

Denn das, was uns in dem Zusammenhang kaum bewusst ist, dass wir vor allem uns selbst gegenüber ehrlich sein sollten. Und das sind wir nicht immer – vor allem dann, wenn wir schlechtes Gewissen vermeiden, uns selbst schützen oder einfach „gut dastehen“ wollen, sind wir oft unehrlich zu uns selbst.

  • Steh zu Dir! Du bist einzigartig und so wie Du bist perfekt und hast es nicht nötig, Dich zu verbiegen (und dabei ist es egal, ob Du Dein Licht unter den Scheffel oder Du Dich besser darstellst) – wenn jemand damit nicht kann, dann ist das sein/ihr Problem, nicht Deines.
  • Nobody´s perfect! Ja, Fehler passieren und man kann in erster Linie was daraus lernen. Gegebenenfalls einen Fehler einzugestehen ist viel mutiger und zeigt mehr Stärke als etwas zu vertuschen.
  • Überlege, wovor Du Dich gegebenenfalls schützen möchtest – diese Erkenntnis alleine hilft oftmals schon!
  • Wie oft sagst Du JA obwohl du NEIN meinst? Sowas macht Druck und miese Laune – also lerne, NEIN zu sagen!

Wann schwindelst Du Dich selbst an? Und warum?
Ich war übrigens früher Meisterin des Verbiegens – es allen recht machen, damit mich auch ja alle liebhaben! Schwachsinn! Authentisch lebt sich´s viel leichter und wer mich nicht mag, muss eben noch ein wenig an sich arbeiten … *grins

Glück

In einigen Werte-Listen findet sich tatsächlich auch das „Glück“, ich persönlich sehe Glück allerdings nicht als einen Wert.
Für mich ist Glück ein Zustand – Und auch Wikipedia bezeichnet den Begriff Glück als ein äußeres günstiges Ereignis oder einen innerlich empfundenen Zustand – welcher unter anderem durch die Erfüllung von Werten zustande kommt.

Ich bin zum Beispiel glücklich, wenn ich mit meinen Kids unterwegs bin, wir nicht-alltägliche Dinge tun und aus dem Lachen nicht mehr herauskommen. Und dabei werden unter anderem Werte wie Familie, Qualitytime, Lebensfreude & Spaß erfüllt.
Zum Thema Glück somit keine Tipps, sondern:
Was macht Dich glücklich? Und welche Werte stecken da dahinter?

Also …

  • Glückliche Menschen kennen ihre Werte und handeln dementsprechend.
  • Werte sind somit die „Geheimzutat“ für ein glückliches Leben – sie geben Orientierung, Motivation Sicherheit, Freude & Harmonie (im Innen und Außen).
  • Ziele lassen sich leichter erreichen, wenn ein kraftvoller Wert dahinter steckt, welcher durch das Erreichen des Ziels gestärkt und erfüllt wird.
  • In Konflikt-Situationen frage Dich, warum Dir „Wert X“ wichtig ist und erforsche, ob sich dieser auch auf andere Art & Weise erfüllen lässt.
  • In Beziehungen jeder Art fördern gleiche oder ähnliche Werte das gegenseitige Verständnis und machen es leichter, am selben Strang zu ziehen – was wiederum zu mehr Zufriedenheit für alle Beteiligten führt.

Kenne also Deine Werte – denn diese zu (er)leben ermöglicht Dir ein erfülltes & glückliches Leben!

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