So steigerst Du Dein Durchsetzungsvermögen.

Immer wieder treffe ich auf Menschen, die sich – beziehungsweise ihre eigene Meinung – nicht durchsetzen können. Das führt unter Umständen zu emotionalen Verletzungen und auf Dauer zu Unzufriedenheit.
Grund genug für eine Übersicht, wie – beziehungsweise auf welchen Ebenen – man sich mit der Veränderung der Durchsetzungsstärke beschäftigen kann.

  • Ein klares Ziel.

Mach Dir klar, was Du erreichen willst. Je klarer und konkreter Deine Vorstellung ist, umso standfester kannst Du sein und umso überzeugender wirkst Du. Du wirst außerdem leicht Argumente finden und Du bist vor allem motiviert. Sei aber auch ehrlich zu Dir selbst und überprüfe, ob dieses Ziel auch realistisch ist.

  • Was ist Dir wichtig(er)?

Was ist Dir im betroffenen Lebensbereich wichtig? Stimmen Deine Werte mit denen Deines Gegenübers ein?
Wie wichtig ist Dir Dein Ziel und/oder Dein persönliches Wohlbefinden?Wichtiger als die Harmonie zwischen Dir und Deinem Gegenüber oder das Wohlbefinden Deines Gegenübers? Oder ist es eher umgekehrt?
Jede Variante ist natürlich in Ordnung – überlege Dir aber, wo es langfristig hingehen soll.

  • Sei offen, ehrlich und direkt!

Rede nicht um den heißen Brei herum, verniedliche nichts und sprich offen über Deine Bedürfnisse (wie sehr offen hängt natürlich von der Situation ab). Denn vielleicht ist Deinem/r Gesprächspartner/in gar nicht klar, was die aktuelle Situation für Dich (emotional) bedeutet oder welcher Wunsch dahinter steckt.

  • Kenne die Vorteile.

Sicherlich weißt Du, was für Dich selbst bei der Sache „rausspringt“ (siehe die ersten beiden Punkte). Wenn Du Dir auch überlegst, welche Vorteile Dein Gegenüber aus der Sache ziehen könnte, hast Du gute Argumente parat. Aber …

  • Sei Dir auch Deines Umfeldes und deren Wünsche bewusst!

Es ist wichtig zu erkennen, dass eine Veränderung für Dein Umfeld nicht zwingend nur Vorteile bringt. Akzeptiere deren Pläne & Ziele, auch wenn sie mit Deinen kollidieren. Und beachte, dass andere Menschen vielleicht auch ein anderes Tempo, andere Werte oder eine andere Sprache haben als Du.


  • Achte auf die (Körper)Sprache!

Nicht jeder spricht dieselbe Sprache – oft steckt hinter demselben Wort bei jemand anders eine völlig andere Definition. Achte also darauf, dass ihr über dieselbe Sache sprecht (auch bei gleicher Wortwahl) und nicht aneinander vorbei.
Stehe/Sitze im Gespräch aufrecht, halte Blickkontakt und verzichte auf „ich würde gerne …“ „man könnte ja …“ „eigentlich ….“ – sei auch hier klar und präzise.

  • Höre zu!

Achte auf die Reaktion Deines Gegenübers. Höre zu, achte auf dessen Bedürfnisse & Wünsche und (an)erkenne vor allem, wenn er/sie Dir ein wenig entgegenkommt.

  • Sei kompromissbereit.

Du sollst natürlich wissen, was Du erreichen willst, aber sei nicht stur. Sei offen für Gegenvorschläge, mögliche Kompromisse oder kleine Schritte (die sind besser als gar keine!) in die gewünschte Richtung. Und: es gibt immer mehrere Wege zu einem Ziel.

  • Was passiert, wenn Du Dich/Deine Meinung nicht durchsetzt?

Hat das langfristige Auswirkungen oder ist der Ärger/die Traurigkeit/ … vielleicht nur von kurzer Dauer und es gar nicht wert?
Was empfindest Du, wenn du „scheiterst“ (es gibt übrigens kein Scheitern – es gibt immer nur Feedback/Lernerfahrungen …)? Beobachte Deine Emotionen und vielleicht entdeckst Du, dass etwas ganz anderes dahinter steckt.

  • Was passiert, wenn Du Dich durchsetzt?

Abgesehen davon, dass Du erfolgreich auf Deiner Meinung beharrt hast:
Ist dann vielleicht jemand sauer auf Dich oder gibt es andere Reaktionen, die Dir nicht gefallen?
Gab es so etwas eventuell in Deiner Vergangenheit und bist Du deswegen (unbewusst) vorsichtiger beim Vertreten Deiner Meinung?


  • Ist es Dir schon mal gelungen, Dich durchzusetzen?

Was war damals anders? Hattest Du ein lohnenswerteres Ziel als aktuell, hattest Du Unterstützung, …? Hole Dir die Ressourcen von damals wieder her!

  • Was denkst Du über Menschen, die sich immer und überall durchsetzen?

Bewunderst Du solche Menschen oder findest Du sie einfach nur „schrecklich“?
Vielleicht willst Du ja gar nicht so sein wie „die“ ? Wenn doch – von einem Vorbild kann man sich sehr viel abschauen!

  • Sei Dir selbst treu!

Wenn Du etwas unbedingt durchsetzen willst, dann setze Dir eine Deadline (und halte diese dann auch ein). Wenn weitere Personen involviert sind, dann teile diesen Deine Deadline auch mit – ob sie dann mit Dir an einem Strang ziehen oder nicht, ist deren Entscheidung und sollte Dich nicht weiter beeinflussen (außer dass Du im Fall des Falles Dein Ziel möglicherweise adaptieren musst).

  • Lerne, „Nein.“ zu sagen.

Neigst Du dazu, ständig Bitten anderer zu erfüllen? Dann sage doch einfach mal „Nein.“.
„Nein.“ ist übrigens ein kompletter Satz – Du musst nichts weiter erklären, denn das macht Dich unter Umständen wieder kleiner und Du wirst nicht ernst genommen.

  • Bleib dran!

Gib nicht auf, wenn es mal nicht klappt. Wie schon erwähnt – es gibt kein Scheitern, sondern nur Feedback beziehungsweise Lernerfahrungen. Sei stolz, dass Du es versucht hast und erkenne, ob Du eventuell etwas daraus lernen konntest. Und dann versuche es wieder, denn:

Es ist immer zu früh um aufzugeben. (Norman Vincent Peale)

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Beitrags-Photo by bruce mars on Unsplash, Rest Canva.

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