Wenn Du schon länger Fan meiner Facebook-Seite bist, dann wird Dir folgende Aussage möglicherweise bekannt vorkommen: Stell Dir vor, Dein Leben wäre ein Film …
In den letzten Wochen habe ich das nämlich immer wieder in dem Raum gestellt mit den unterschiedlichsten Fragen hintennach.
Da gab´s die Frage nach dem Genre, dem/der Hauptdarsteller/in, dem/der Regisseur/in, der Musik, und vieles mehr. (Hier kannst Du die Postings nachlesen.)

„Was ändert sich bei einer Neuverfilmung?“

war die Frage, die am meisten bewegt hat …
Und die meistgegebene Antwort war: „Alles“.
Hui, da musste ich ehrlicherweise schon mal schlucken.
Steht es denn wirklich soo schlimm?
Also ich lehn mich da jetzt mal weit aus dem Fenster und sage beinhart „Nein, steht es nicht!“

Es ist meist tatsächlich nicht so schlimm, aber wir neigen leider immer wieder dazu, zu übertreiben und hinzu kommt, dass wir gerne jammern.
Und unser Fokus liegt dann voll und ganz auf dem Negativen, auf dem, was uns nicht gefällt, auf dem was uns nervt, an dem was weh tut usw.
Es ist aber doch nicht ALLES schlecht, oder?

„Naja, es gibt eh auch Dinge, die man in/an seinem Leben mag und vielleicht sogar liebt, aber hier das bisschen wäh und dort ein anderes bisschen pfui – das wäre ´ne Neuverfilmung schon wert!“
Tatsächlich ein Remake, alles zurück an den Start?
Wäre es denn nicht vielleicht einfacher, dem Film eine (unerwartete) Wendung zu geben?

Was spricht dagegen, dass aus einem Drama eine Komödie wird, ein Superheld auftaucht, dem Regisseur das Zepter aus der Hand genommen wird oder dass Du Dir Deine Dir zustehende Hauptrolle zurück holst?
Hej, es ist ein Film, eine Geschichte! Und diese Art von Geschichte kann man umschreiben und zwar ab „jetzt“!
Ja, das was schon gezeigt wurde ist gelaufen (im wahrsten Sinne), das lässt sich nicht mehr ändern, aber die Story ist deswegen ja noch nicht vorbei!

Ändere das Drehbuch und mach anders weiter!

Es gibt letztendlich nur eine Sache, die klar sein muss – derjenige, der das Drehbuch schreibt hat die Macht.
Und dieser jemand solltest Du sein.
Du allein, denn Du lebst Dein Leben – solltest Du zumindest.
Wenn Du nach einem Remake schreist liegt es vielleicht daran, dass Dir Dein Leben so wie es gerade läuft nicht schmeckt, dass Du Dir das „alles“ anders vorgestellt hast, dass Du vielleicht gar nicht weißt, was alles geht und wo genau Du hin willst – und das liegt vielleicht dran, dass Du vielleicht nicht Dein Leben lebst.

Du lebst vielleicht so, wie andere es von Dir erwarten, so wie es am „einfachsten“ ist, so wie es am wenigsten weh tut.
Und ja, ich weiß, dass nicht immer alles so läuft, wie man es möchte und dass es immer wieder Dinge gibt, die nicht veränderbar sind, aber dann lass Dich von dieser einen Sache nicht ganz runterziehen, sondern fokussiere Dich auf das was passt und freu Dich darüber und mach dir die Zukunft nicht schlecht – Du kannst nie sicher wissen, was passieren wird.

Was allerdings sicher ist, ist dass es eine fixe Komponente in Deinem Leben gibt. Und diese Komponente bist Du.
Du wirst Dich Dein ganzes Leben lang begleiten und wenn Du Dein perfektes Leben nicht leben kannst – aus welchen Gründen auch immer – dann bleib wenigstens Dir selber treu und sei Du selbst.

Denn wenn Du nicht Du selbst bist – wer bist Du dann? Alle anderen gibt es ja schon!

Und Dinge, die nicht so laufen wie gewünscht – vielleicht lässt sich das Eine oder Andere ja doch irgendwie „hinbiegen“?
Ich hab mal von jemandem gehört, der wollte unbedingt Pilot werden, das ging aber nicht (ich weiß nicht mehr warum) – er wurde dann Bahn-Fahrer und hat somit zwar nicht in einem Flieger Leute von A nach B gebracht, sondern in einem Zug, aber er war damit schwer glücklich.

Die richtigen Fragen:

Denn wenn man sich die richtigen Fragen stellt, findet sich oft eine unerwartete Lösung (die Wendung!)
Wo steh ich? Was genau stört mich? Was sollte anders sein? Wovor genau fürchte ich mich? Was muss sich ändern? Was tut eigentlich weh? Wo soll es hingehen? Was will ich?

All diese Fragen müssten bei einer Neuverfilmung gestellt werden – und da ja Du der Drehbuch-Schreiber bist – stelle und beantworte Dir diese Fragen und dann schau mal, ob nicht eine Wendung im Film einfach wäre, als alles hinzuschmeißen.

Denn wenn Du Dir nicht im Klaren bist, was genau Du möchtest, werden die Probleme über kurz oder lang wieder auftauchen und dann hat wieder jemand anders eine Remake-Idee und Du schwimmst wieder einfach nur mit …

Also sei kreativ und: L(i)ebe Dein Leben! 

PS: Mit meinem „Rosa Faden für Life Designer“ bekommst Du übrigens gleich mal eine Art Drehbuch in die Hand:

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