Ich habe mich kürzlich mit Freundinnen über „Life Design“ und die Thematik der #happy Single-Frau unterhalten und es hat nicht lange gedauert, bis das Thema „5tes Rad am Wagen“ am Tisch war.

Oft fühlen sich Singles im Bekannten- oder Freundeskreis ausgeschlossen und/oder bemitleidet. (Ob das jetzt den Tatsachen entspricht ist ein anderes Thema…) Und tatsächlich ist es nicht nur in diesen Kreisen so, sondern auch die Gesellschaft wirft doch immer wieder mal „schiefe Blicke“ auf uns „Einzelkämpfer“. Vor allem dann, wenn frau vielleicht schon ein gewisses Alter erreicht hat – dann kann einen schon mal ein gewisser „Stempel“ aufgedrückt werden.

Es gibt natürlich viele Situationen, in denen man sich ggf. unwohl fühlt.

Ob Du jetzt mit einem Pärchen, einer Gruppe von Pärchen oder mit einer Familie mit Kind(ern) unterwegs bist – Du selbst bist in dieser Gesellschaft als Single einfach „anders“ und deshalb fühlst Du Dich u.U. auch fehl am Platz.
Das hat jetzt aber weniger damit zu tun, wie sich Deine Freunde Dir gegenüber verhalten (die mögen Dich wirklich!), sondern meistens geht es tatsächlich um Deine Einstellung zur Situation und um Deinen Selbstwert.

Kennst Du den Begriff der „self fulfilling prophecy“?

Man ist von etwas derart überzeugt, dass es dann tatsächlich so eintritt (Genaueres findest Du hier auf Wikipedia …).
Wenn Du also der Meinung bist, dass Du eh nur aus Mitleid mitgenommen wirst und dass das Treffen furchtbar werden wird – dann wirst Du auch die entsprechenden Kommentare, Blicke etc. bei eurem Treffen entdecken und Deine Stimmung – die von vornherein ja schon keine gute war – wird mieser und mieser.

Weil Du auf das Negative fixiert bist!
Es war ja von vorherein klar, dass Dich eh keiner (dabei haben) mag und dass es sowieso keinen Spaß machen wird.
Du filterst aufgrund dieses Fokus´ alle liebevollen Äußerungen, die lustigen Momente, gute Gesprächsansätze, das leckere Essen und und und – und verpasst somit einiges.

Würde das Zusammenkommen anders verlaufen, wenn Du Dich auf Abwechslung freust, auf gute Unterhaltungen, auf ein Getränk  usw.?
Ja klar! Denn Energie folgt der Aufmerksamkeit (das habe ich beim Thema Angst auch schon mal erwähnt ….).
Das ist die Geschichte, wenn Du Dir ein neues Auto kaufst und zwar ein blaues – dann wirst Du plötzlich überall blaue Autos sehen, vermehrt sogar von „Deiner“ Automarke.
Einfach weil Du Dein blaues Auto im Kopf hast und somit fokussierst Du im Alltag ganz automatisch mehr darauf.

Und wie hilft dir diese Erkenntnis nun beim „5tes Rad am Wagen-Gefühl“?

  • Mach die Sache nicht von vornherein schon schlecht
  • Freunde mögen Dich zB. wegen Deines Charakters – nicht wegen des Beziehungsstatus
  • Sei aufmerksam – erkenne auch „Kleinigkeiten“ bzw. Selbstverständlichkeiten, die „gut“ sind (das Lächeln Deiner Freundin, der aufmerksame Kellner, das schöne Wetter, die Musik, …)
  • Genieße den Moment!
  • Und wenn doch ein ungutes Gefühl hochkommt, dann such Dir positive Ablenkung – dank Deiner Aufmerksamkeit findest Du sicher etwas Geeignetes.

Und was ist nun mit dem Selbstwert?
Ja, der spielt hier tatsächlich auch noch eine große Rolle – und daher hat sich dieses Thema einen eigenen Artikel verdient …

Welche „5te Rad am Wagen“-Erfahrung hast Du schon mal gemacht?

Deine Rosa

Ein Gedanke zu “Das 5te Rad am Wagen”

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