*** Aber Du bist ja Coach!? ***

 

„Das ist ja ein Foto von Dir!? Und das ist öffentlich auf Deiner Homepage?! Aber Du bist ja Coach!?

Eines vorweg:
„Schuldig“ im Sinne der „Anklage“: ja, ja und ja.

Eine Bekannte hatte sich meine Homepage angesehen und diese entrüstete Nachricht war das Ergebnis. Welch großartige Gelegenheit, dazu gleich mal öffentlich „Stellung zu beziehen“ (ja, ich stehe dazu – sonst hätt ich´s ja nicht gemacht) und einige wichtige Botschaften in die Welt zu bringen.

Die erste „Botschaft“ ist weder wichtig noch außergewöhnlich spannend – der Befriedigung der Neugierde wegen, kläre ich trotzdem kurz über die Hintergründe dieses Fotos auf.

Das Foto ist ziemlich genau ein Jahr alt und – Überraschung – in dem Moment ging es mir absolut nicht gut. Ich saß da (wo – dazu komme ich noch später) und plötzlich kam alles hoch.
Ich war nach einem echt verheißungsvollen Start völlig überraschend doch wieder als Single unterwegs (ja, das war einer jener erfolglosen Beziehungsversuche, von denen Du vielleicht schon mal was bei mir gelesen hast) und ich war traurig, überrascht, ein wenig entsetzt & verzweifelt und fühlte mich auch irgendwie hilflos. Ich konnte das alles einfach nicht verstehen.
Was ich heute nicht verstehe ist, warum ich damals ein Selfie gemacht hab *lach. No Idea, was mich dazu veranlasst hat, aber ja – nun dient es letztendlich einer guten Sache.

Es dient einer guten Sache deswegen, weil es wichtig ist (und drum ist das Foto jetzt nicht mehr nur auf meiner Homepage, sondern auch auf Facebook & Instagram öffentlich zu sehen …) –  und zwar aus zweierlei Gründen (die Botschaften …):
Der eine Punkt betrifft die 3te Aussage „Aber Du bist doch Coach!?“ und beim zweiten kläre ich über das „wo“ des Fotos auf (das „wo“ selbst ist allerdings unwichtig, es geht um die Message dahinter).

Aber Du bist doch Coach!?

Ja. Und?
In erster Linie bin ich Ich, dann bin ich Mutter, dann bin ich … (in meinem Artikel „Weil keiner nie alleine ist“  findest Du eine Auflistung dazu) … und ich bin auch Mensch.
Menschlich.
Und Menschen haben bekanntlich Gefühle. Und Probleme und Sorgen.
Nur weil ich Coach bin, heißt das ja nicht, dass bei mir immer alles Friede, Freude & Eierkuchen ist! Und deswegen stehe ich so absolut zu diesem Foto – weil ich das bin!
„Leben ist das was passiert, während Du Pläne schmiedest.“ (oder so ähnlich).
Und nur weil ich weiß „wie es geht“, heißt das ja nicht, dass ich keine Themen mehr habe, an denen ich weiter wachsen darf.

Wie oft kommt denn etwas aus dem Außen, das wir nicht beeinflussen können und ja, sowas darf auch einen Coach mal (kurzfristig) aus der Bahn werfen, egal weil klein dieser Einfluss evt. auch sein mag.
Es ist ja nicht so, dass ich jetzt plötzlich völlig gefühllos geworden bin durch meine Ausbildungen.
Ich habe allerdings vielleicht eine andere Einstellung zu den Dingen (ich habe kaum jemanden erlebt, der von sich aus gesagt hat „Danke für diese Herausforderung, denn daran kann ich jetzt wachsen“ …) und ich weiß, wie ich leichter damit umgehen kann. Ich weiß, dass mir ein Ereignis etwas zeigen kann und dass ich daraus lernen kann.

Und dieses „ich bin Mensch“ und vor allem dieses „mir geht’s genauso wie Dir“ – das ist auch ein Teil meiner Expertise (ich mag dieses Wort nicht sonderlich, es passt nur grad gut), denn meine Erfahrung ist (u.a.) meine Kompetenz.
„Ich kann das nachempfinden.“ ist teilweise zu einer Floskel geworden. Aber wenn ich tatsächlich nicht weiß, wie es jemanden geht, der eben jetzt zB. gerade Liebeskummer hat, dann ist es weitaus schwieriger sich einzustellen. Natürlich hilft es auch oft, einen anderen Blickwinkel zu haben und v.a. nicht emotional in einer Situation gefangen oder befangen zu sein, aber genau dafür habe ich meine Coaching-Ausbildung. Ich empfinde es einfach angenehmer, wenn man weiß, wovon der andere spricht und das schafft das nötige Vertrauensverhältnis.

Und  nun zum zweiten guten Grund für dieses Foto, einer weiteren wichtigen Botschaft.

Dieses traurige Gesicht war ja nur die eine Seite der Kamera, hinter der Kamera fand sich folgendes Bild:

Ich war damals auf einem kleinen Gipfel (wie gesagt, das eigentliche „wo“ tut nichts zur Sache) wunderbarer Aussicht.
Und so traurig ich in diesem Moment war, war ich andererseits auch dankbar und glücklich.
Dankbar dafür, die Möglichkeit gehabt und genutzt zu haben, gleich früh morgens dorthin zu fahren und da hochgehen und diese fantastische Aussicht genießen zu können.

Das ist ein Sinnbild dessen, dass wir uns sehr oft nur auf die negativen Dinge konzentrieren – auf Dinge, die uns runterziehen. Je mehr unser Fokus auf negativ bewerteten Dingen liegt, umso weiter zieht es uns hinunter  – in einer Abwärts-Spirale.
Diese Spirale funktioniert allerdings genauso auch in die andere Richtung. Und genau das ist auch Teil meiner Arbeit – den Fokus wegzukriegen von dem, was gerade nicht so gut läuft und gezielt daran zu arbeiten, sich auf die guten Dinge zu konzentrieren und diese Dinge auch zu forcieren.

Arbeiten? Ja, Arbeit – es hat niemand gesagt, dass Persönlichkeitsentwicklung leicht ist. Es heißt ja auch „Das Leben ist schön, von einfach war nie die Rede …“.
Fakt ist, das Leben besteht aus Veränderung und wie wir mit solchen Veränderungen umgehen, ist Teil dessen was uns ausmacht und auch das sehe ich als meine Aufgabe als Coach: Menschen dabei zu unterstützen, dieses „was macht mich aus“ zu entdecken und gegebenenfalls auch in eine andere Richtung zu lenken.
Denn es ist unheimlich wertvoll, die schönen Dinge wahrnehmen zu können und auch das annehmen zu können, was uns gerade nicht so gefällt. Sagen zu können „Okay, es ist jetzt so und ich weiß es wird wieder anders werden …“ und vielleicht sogar ein „ … und lernen konnte ich auch noch was dabei.“

Was ich aus der Situation damals gelernt habe?
Dass andere Mütter auch tolle Söhne haben? Naja, das weiß Frau ja sowieso *lach – Spaß beiseite: ich habe einmal mehr erkannt, dass nicht immer alles was mit einem selbst zu tun hat und dass sogar ein trauriges Foto tatsächlich wert-voll sein kann …

In dem Sinne: L(i)ebe Dein Leben!

Deine Rosa

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Photo: Rosa Kainz

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