Mit Kochen und ähnlichem hab ich´s nicht so – das muss ich ehrlicherweise zugeben, aber Rezepte finde ich äußerst interessant.

Allerdings meist nur bis zu dem Zeitpunkt, wo ich ein Rezept (erfolglos) ausprobiere. Von dem Zeitpunkt an lässt das Interesse an Rezepten eindeutig nach. ?
Warum meine Begeisterung für ein Rezept nachlässt? Weil, nunja…

Also das liegt ganz sicher am Rezept und ganz sicher nicht an mir!
Und deswegen gebe ich dann ja doch nicht auf –  es gibt ja immer wieder mal was Neues und immer wieder mal ein Rezept, das meine Neugierde und meinen Ehrgeiz dann doch wieder weckt.

Und auch dieses gibt mir erneut die Möglichkeit, etwas komplett zu verhunzen, was andere supertoll hingekriegt haben.
Zumindest sehen meine Kreationen nie so aus, wie das Rezeptbild es versprochen hat.

Und über Geschmack lässt sich ja sowieso immer und überall streiten.

Und mein liebster Nachwuchs betitelt solche „Experimente“ auch seltenst als gelungen.

Und dass Kochen, Backen & Co auch noch Dreck macht – das sagt einem im Vorfeld sowieso keiner.

Eigentlich voll die Frechheit – kann ich da eventuell gleich mal wen verklagen?
Nö, das wäre vermutlich ziemlich mühsam, also begnüge ich mich halt einfach mal mit fluchen und schimpfen.

Und wer mir in meinem Ärger unter die Nase kommt, ist letztendlich egal – Hauptsache, ich kriege meinen Ärger los und irgendwer muss es ja ausbaden, egal wer oder was mir unterkommt – der-/dasjenige hat (un-konstruktive) Kritik jeglicher Art sicherlich eh irgendwie verdient, zumindest bis zu einem gewissen Grad.

So wie der eine Autofahrer letztens, der sich im Stau vor mir nicht und nicht aufgelöst hat, sondern einfach stur und starr vor mir in der Stauschlange stand.

Wobei so starr war der gar nicht – der hat doch tatsächlich die Frechheit besessen, den Stillstand offensichtlich zu genießen!

Fröhlich telefonierend, dann wieder singend (laut, falsch und mit enormer Begeisterung!) und sich am Autositz weg-shakend – hast Du sowas schon mal erlebt?!?!

Ja, hast Du – zumindest wenn Du in einem Stau mal neben, vor oder hinter mir gestanden hast.

Ich gehöre nämlich zu der Sorte, die im Stau die Nerven nicht wegschmeißen und kein Drama draus machen – weil´s im Normalfall eh nix bringt, außer evt ne heisere Stimme und miese Stimmung für den restlichen Tag (und auch deswegen, weil ich einen Puffer einplane – das kannst Du übrigens hier nach“schauen“ …).

Wenn Du aber auf Drama stehst und Dir gerne den Titel Drama-Queen ? holen möchtest – hier sind die 5 Zutaten, mit denen Du garantiert siegreich ?  bist:

  1. Ärgere Dich ständig darüber, dass es immer und überall etwas Schlechtes gibt 
    Du weißt einfach, dass es – egal wo und egal wann – immer etwas gibt, worüber es lohnt, sich zu ärgern oder sich aufzuregen – Politik, Wirtschaft, Krieg, Hungersnöte.
    Tragisch, ja – da bin ich ganz bei Dir, aber hat fluchen schon mal ein Menschenleben gerettet?
  1. Nimm jede zukünftige Situation zum Anlass, Dir gedanklich vorweg schon das Schlimmste auszumalen 
    Das Meeting, die Präsentation, das Treffen mit den Schwiegereltern, das Date – Du weißt schon im Vorhinein, dass alles schiefgehen wird, was nur möglich ist. Du malst Dir aus, mit welchen peinlichen Fragen Du gelöchert und niedergemacht werden wirst. Du kennst unendlich viele Möglichkeiten, Fehler zu machen und weißt ganz genau, wie negativ und zerstörerisch die Reaktion anderer darauf sein wird.
    Mit der ganzen negativen Energie, die Du da schon im Vorfeld produzierst ist ein Scheitern ziemlich sicher.
    Bleib einfach bei ein wenig Nervosität, das genügt dem Blutdruck.
  1. Bleib in jeder Situation auf das Schlechte fokussiert und verstärke es mehr und mehr (durch (stilles) fluchen, schimpfen und ähnliches)
    Der eine Blick, der sicher vernichtend gedacht war; das Räuspern, das Dich vermutlich zum Schweigen bringen sollte; der Regen, der Dir den gaaaanzen Tag vermiest; …
    (ich denke, Du weißt schon, was ich meine)
  1. Fühl Dich so richtig scheiße, sieh Dich als das arme Opfer 
    Du hättest es ja definitiv anders verdient, immer sind alle nur gegen Dich, keiner hat Dich lieb und niemand versteht Dich, …

  2. Gib anderen die Schuld 
    das
    Wetter, der Chef, der andere Autofahrer, das Universum, die Aliens, …

Und für die ganz Motivierten habe ich auch noch einen 6ten Punkt:

Nimm diesen Artikel voll und ganz ernst

❗ ignoriere die Zutat „Sarkasmus
❗ denke keinenfalls darüber nach, ob Dich negatives Denken, Fluchen, Rumpelstilzchen-Springen & Co weiterbringt
❗ überlege nicht ansatzweise, inwiefern Du (zumindest ab und an) das Positive in einer Situation sehen oder vermeintlich verlorene Zeit anders/besser nutzen oder einfach „nur“ etwas aus einer „bösen Sache“ lernen kannst

Also –  L(i)ebe Dein Leben  – auch die negativen Dinge, denn alles hat zwei Seiten …

Deine Rosa

PS: ich sage nicht, dass positives Denken alles heile macht und mir ist durchaus bewusst, dass es Situationen gibt, wo fluchen & Co einfach „angebracht“ ist (und zumindest kurzfristig hilft) – ich bin auch nur ein Mensch, keine Sorge – und ein bisschen Drama-Queen steckt in jedem von uns, sonst wär´s ja fad *zwinker
PPS: Es heißt übrigens „Wenn das Leben Dir Zitronen gibt – mach Limonade draus!“ – nicht Cocktails! Die sind nämlich auch keine Lösung – zumindest nicht immer *grins

2 Gedanken zu “Mit diesen 5 Zutaten gelingt (D)ein Drama perfekt …”

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