Die Sache mit dem Selbstwert …

 

Das Thema Selbstwert ist sehr groß, zugegeben. Deshalb möchte ich Dir heute 3 simple Tipps mit auf den Weg geben, mit denen Du einem guten Selbstwert sofort näher kommen kannst.

Unter Selbstwert verstehen wir gemeinhin die Meinung, die wir über uns selbst haben bzw. die Bewertung der eigenen Person. Oft ist der Selbstwert eher gering und hat dadurch auch Einfluss auf Selbstvertrauen und unser Selbstbewusstsein.
Wie wir uns selbst sehen, wird oft schon in frühen Jahren geprägt und dank dieser Prägung tragen wir gewisse Gedankenmuster und Verhaltensweisen in uns, allerdings oft völlig unbewusst.

Vielleicht kennst Du ja den Spruch „Erkenntnis ist der erste Weg zur Besserung“ und genau darauf möchte ich in diesem unter anderem Artikel eingehen – auf die Erkenntnis.

1. Achtsamkeit

 

Achte darauf, wie Du selbst mit Dir umgehst bzw. sprichst!
Gehst Du liebevoll mit Dir um?
Sprichst Du also freundlich mit Dir, gönnst Du Dir mal was, bist du es Dir wert, Dir Gutes zu tun, …?
Oder bist Du lieblos, grob, kalt, kritisch?
Schimpfst Du immer wieder mal mit Dir, stellst Du Deine eigenen Bedürfnisse ständig zurück, sind andere oder die Anerkennung durch andere wichtiger als zB. Deine Ruhe oder Dein Wohlbefinden, verbiegst Du Dich immer wieder, …?
Wenn Du nun achtsam bist und bewusst auf Deine Gedanken, Emotionen & Reaktionen achtest, dann wirst Du vermutlich diverse Erkenntnisse gewinnen.

„Ich bin echt zu blöd dafür!“ „Ich werde das nie hinkriegen!“ „Jetzt hab ich den Sch … schon wieder falsch gemacht!“ … – welche Emotion löst solch eine Aussage in Dir aus? Ist es Ärger, Verzweiflung, Traurigkeit, Furcht, Schuld, …?
„Ja, ich erledige das gerne!“ „Natürlich habe ich dafür Zeit!“ „Ich richte mich da ganz nach Ihnen/Dir!“ – kommen da eventuell Groll, Überforderung, Panik, Hass, … hoch?

Ärgerst DU DICH? (Nimm diese Frage bitte wörtlich!) Und gegen wen sind Deine Emotionen gerichtet?
Achte da mal drauf …

2. Ehrlichkeit (mal drei …)

 

 a. Ist das wahr, was ich mir selbst sage?

Bist Du wirklich zu „blöd“ dafür, wirst Du es wirklich NIE hinkriegen oder es IMMER falsch machen?Oder kann es tatsächlich vielleicht keiner, hat es vielleicht noch nie jemand versucht, hat es bisher immer geklappt, … – verstehst Du, was ich damit ausdrücken möchte?
Betrachte die Situation ohne jegliche Bewertung! Mache Dir gegebenenfalls auch klar, was Du alles gut kannst bzw. was Du an Dir magst – dann entkräftest Du Deine eigenen Gedanken und fühlst Dich auch nicht mehr so mies.

b. Ist das wahr, was andere über Dich sagen?

Hier geht es jetzt rein um den Inhalt und nicht darum, in welcher Form oder Tonart uns etwas präsentiert wird.
Hand aufs Herz – kannst Du Komplimente annehmen? Oder kannst Du nicht glauben, wenn Dir etwas Positives gesagt wird und schiebst es gleich wieder zur Seite bzw. redest es gleich wieder klein bzw. unwichtig?

„Du siehst heute gut aus!“„Na toll, der Kollege wieder sicher irgendeine Arbeit anbringen wollen“ oder „Der weiß sicher jetzt schon dass er wieder so spät nach Hause kommt und will mir Honig ums Maul schmieren“
„Toll gemacht!“„Ja genau, tu nur säuseln – damit ich auch brav weiterhin „Ja & Amen“ sag.“  oder „Aber geh, das ist doch gar nicht der Rede wert, das hätte jeder andere auch gekonnt …!“

Versuche im positiven Fall doch einfach mal, das Kompliment anzunehmen und Dich darüber zu freuen! Und selbst wenn es nicht ernst gemeint gewesen sein sollte (es gibt durchaus Menschen, die es sehr wohl ernst meinen!!!!!) – dann überleg mal, ob nicht doch was Wahres dran sein könnte und ich bin mir sicher, es ist so! Also Freu Dich! Punkt.

Du wurdest auf einen Fehler hingewiesen (egal ob liebevoll oder auf unschöne Art und Weise)„Super, Danke für die Info, nächstes Mal mache ich es anders/besser.“  oder „Ah, cool, da kann ich noch etwas lernen!“. Es ist einfach nur ein Hoppala gewesen und übrigens auch schon wieder vorbei. Du brauchst es nicht ewig mit Dir rumschleppen und Dich selbst geißeln …

c. Ist das wahr, was ich anderen über mich sage?

Sich zu rechtfertigen ist sehr beliebt … Und blöde isses auch. Aber ja, immer nach dem Motto „offen, ehrlich und direkt“ zu agieren ist – kontextabhängig – nicht immer die beste Lösung, zugegeben.
Fakt ist aber, dass wir uns beim Rechtfertigen oft klein machen – wir suchen verzweifelt nach Gründen (Ausreden), um etwas doch noch irgendwie gut aussehen zu lassen (meist uns selbst).

Aber sehen wir ins uns drinnen (!) tatsächlich gut aus wenn wir „Prioritäten möglicherweise falsch gesetzt haben“ (wenn wirklich, dann sprichst Du hoffentlich davon, dass Dein Ruhebedürfnis oder Dein Wochenende oberste Priorität hatte) oder wenn wir Andere als „Schutzschild“ heranziehen – vielleicht sogar die eigenen Kinder, die uns derzeit ja sowas von überfordern oder wenn wir „zugeben“, dass wir etwas wohl doch nicht ganz verstanden haben (obwohl das fehlende Verständnis ganz klar beim Zeitmanagement unseres Gegenübers liegt)

Mit so etwas machst Du Dich klein!
Und im schlimmsten Fall glaubst Du dann auch noch, dass Du eine egoistische/r, überforderte/r, dumme/r Mutter/Vater bist!
Bleib also auch hier achtsam und kenne die Wahrheit!

3. Dankbarkeit

 

Sei dankbar, wenn Du solche Gedanken entdeckst – denn das ist der erste Schritt zur Veränderung!
Wenn Du merkst, dass Du Dich gerade kritisierst, dann grins einfach mal und sag Dir „Juhu, ich habe was entdeckt – großartig – damit kann ich arbeiten!“
Wenn jemand anderes Dir etwas sagt – und es ist egal, ob das ein Kompliment ist, irgendwelche Vorwürfe oder Infos zu geschehenen Hoppalas – sei dankbar darüber!

Wenn es ein Kompliment ist – sei dankbar!
Dadurch erkennst Du vielleicht etwas, das Du an Dir so noch nicht gesehen hast oder etwas, das Dir gar nicht bewusst war.
Bei Vorwürfen und „Geschimpfe“ – sei dankbar!
„Danke für die Info! Jetzt kenne ich einen Weg mehr, wie es nicht klappt“ „Super, jetzt weiß ich, wie ich es nächstes Mal besser machen kann“. Es gibt keine Fehler und kein Scheitern – es gibt immer nur Feedback!

„Ich bin nicht gescheitert. Ich kenne jetzt 1000 Wege, wie man keine Glühbirne baut.“ (Thomas Alva Edison)

Und sei vor allem auch dankbar, wenn Du Dir selbst etwas Gutes tust!
Bedankst Du Dich bei Freunden, wenn sie für Dich da sind, mit Dir Zeit verbringen, Dich trösten, … (würden Deine Freunde eigentlich mit Dir schimpfen? …)?
Gehe mit Dir selbst genauso um, wie Du möchtest dass Deine beste Freundin/Dein bester Freund mit dir umgeht bzw. wie Du Deinerseits mit ihr/ihm umgehst. Und empfinde auch die entsprechende Dankbarkeit. Für Deine Freunde und generell für das, was in Deinem Leben gut läuft.

Du darfst Dir selbst (Deinem Spiegelbild) übrigens auch Danke sagen und auch, dass Du Dich lieb hast, was Du an Dir magst, was Du toll kannst, …
Ja, das ist schwer, ich weiß.
Du musst Dich ja nicht gleich lieben – unendlich, über alles, bis zum Mond und zurück usw.
Akzeptiere Dich doch einfach erst mal! Das ist möglicherweise schon ein riesen Schritt.

„Ich bin, wie ich bin und das ist okay!“
Es ist einfach okay – es ist nicht super, es ist nicht bombastisch, es ist nicht mega – sondern es ist okay. Mehr braucht es für den Anfang nicht. Das „voll okay“ kommt step by step …

Was ist Deine größte Herausforderung in Bezug auf den Selbstwert? Lass gerne ein Kommentar da!

Deine Rosa

PS: Der Artikel entstand übrigens aus einem „Life-Talk“ heraus. In meiner Facebook-Gruppe kannst Du Dir das entsprechende Video ansehen. In der Community dreht sich alles um ein erfülltes & ausgeglichenes Leben bzw. die Wege dahin – wenn Du also diesbezüglich Austausch suchst, dann freue ich mich, Dich als neues Mitglied begrüßen zu dürfen!

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